Die Untersuchung spontaner Phänomene


Qualitative Experimente
Mit diesem Forschungsverfahren werden vor allem Personen untersucht, bei denen Grund zu der Vermutung besteht, daß sie über besonders ausgeprägte Psi-Fähigkeiten verfügen. Die sehr seltenen und leicht störbaren Phänomene setzen eine subtile Methode der Beobachtung voraus. Qualitative Experimente lassen die Abhängigkeit der Psi-Funktionen von unbewußten Vorgängen und bestimmten psychischen Konstellationen deutlicher erkennen als die quantitativen Verfahren.

Positive Ergebnisse sind nicht beliebig wiederholbar. Die Gesamtheit der Bedingungen, die zu Psi-Effekten führen, kann noch nicht überschaut werden. Psi-Effekte werden durch einen veränderten Bewußtseinszustand begünstigt (vor allem durch Entspannung, Abschirmung von äußeren Reizen: die sogenannte "Sensorische Deprivation", durch Meditation, Hypnose und Trance sowie durch intensive emotionale Gruppenerlebnisse). Negative Einstellungen von seiten der Probanden oder der Beobachter können Psi-Effekte stören. Ablehnende Einstellungen der Versuchspersonen führte in quantitativen Experimentalreihen zu einem statistisch bedeutsamen Unterschreiten der zufällig zu erwartenden Trefferzahl was ein unbewußtes, Psi-gesteuertes Vermeiden von Treffern vermuten läßt (Psi-missing). Besonders ausgeprägt zeigt sich auch der sogenannte Versuchsleiter-Effekt: der Einfluß der Erwartungen des Experimentators. So scheinen sich oft Gefälligkeitsreaktionen in bezug auf die Lieblingshypothese des Versuchsleiters zu zeigen - ein Effekt, der schwer auszuschließen ist, da "Blindversuche" (bei denen die Versuchsperson über das Ziel des Experiments im unklaren ist) durch eine telepathische Kommunikation durchbrochen werden können.


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30.01.99

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