Prof. Dr. John E. Mack, geb. 4. Oktober 1929 in New York (USA), ist Professor für Psychiatrie am Cambridge Hospital der Harvard Medical School sowie Begründer und Direktor des Center for Psychology and Social Change. Als Kinder- und Erwachsenen-Psychoanalytiker hat er in verschiedenen Arbeiten Erkenntnisse der
Tiefenpsychologie herangezogen, um die Wurzeln des Kalten Krieges, der globalen ökologischen Krise, des Ethno-Nationalismus und anderer kollektiver
Phänomene, die unser Verständnis der menschlichen Identität berühren, zu ergründen. In Macks umfangreicher Publikationsliste findet sich auch sein Buch "A Prince of Our Disorder", eine Biographie Lawrence von Arabiens, für die er 1977 den begehrten Pulitzer-Preis erhielt.
Seit 1990 arbeitet er mit Personen, die von Entführungen durch nichtmenschliche Wesen berichten. Mack benutzt dabei Zustände veränderten Bewußtseins (
Hypnose,
Trance), um diese Erlebnisse zu untersuchen. 1993 gründete er das Program for Extraordinary Experience Research, PEER (Programm zur Erforschung außergewöhnlicher Erfahrungen), um seine Arbeit fortzusetzen und den größeren Kontext zu erforschen, in dem diese
Phänomene anzusiedeln sind. Sein Buch "Abduction: Human Encounters with Aliens" erschien im April 1994 und ist auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich ("Entführt von Außerirdischen", Essen, 1995).
Dr. Johannes Fiebag