Alan Vaughan,
Sensitiver und Forscher aus Los Angeles, ist der Überzeugung, daß jeder
präkognitive Fähigkeiten trainieren kann. Alan Vaughan hat eine einfache Software mit einem
Psi-Spiel entwickelt, bei dem man konstant Feedback über seine Trefferleistung erhält. Er ist der Meinung, daß man auf diese Weise seine
Psi-Fähigkeiten schulen kann. Vaughan glaubt auch, daß besondere Aufmerksamkeit auf die eigenen
Träume den Zugang zu
prophetischen Traumbildern erleichtern soll.
Die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Traumwelt und der darin enthaltenen persönlichen Symbolsprache soll Menschen in die Lage versetzen, "gewöhnliche"
Träume von
präkognitiven auseinanderzuhalten. Vaughan empfiehlt, mit einem ausführlichen Traumtagebuch zu beginnen. Am besten geht man seine
Träume noch mit geschlossenen Augen vor dem Aufstehen im Geiste durch und versucht, die Bilder mit Gefühlsregungen, Sorgen, Hoffnungen und Ängsten in Verbindung zu bringen. Dann sollte man die
Träume so detailliert wie möglich niederschreiben. Vaughan glaubt, daß Empfindungen von Angst und Entsetzen im
Traum Hinweise sein könnten, daß es sich um einen
Wahrtraum handelt. Auch ungewöhnliche lebendige
Träume mit starken Gefühlsregungen, die sich nicht auf das eigene Leben beziehen oder durch Besorgnisse aus jüngster Zeit ausgelöst wurden, können
Vorahnungen künftiger Ereignisse enthalten.
Alan Vaughan weiß, wovon er spricht. Er selbst zählt zu den besonders erfolgreichen "Vorhersagern". Seine Aussagen werden, wie die vieler anderer
Sensitiver, im
Central Premonitions Registry (CPR) in New York gesammelt, einer Einrichtung, die 1968 ins Leben gerufen wurde, um vermutete
präkognitive Eindrücke zu archivieren und auszuwerten. In den zwanzig Jahren von Vaughans Mitarbeit am CPR von 1968 bis 1988 wurden von 3500 Personen über 5000 Vorhersagen aufgenommen. Nur ein Prozent davon waren "Treffer", d. h. es konnte eine entsprechende Nachrichtenmeldung gefunden werden, auf die sie paßten. Sechs der 49 Gesamttreffer stammten von Alan Vaughan.
Diese Art, mögliche
Präkognitionen zu prüfen, ist freilich methodisch nicht unbedenklich. Bei derart vielen Aussagen müssen zwangsläufig auch zufällige Treffer zustande kommen. Anders verhält es sich mit Untersuchungen der Vorhersagen einzelner Personen, die insbesondere nach Motiven durchleuchtet werden können, die auf bestimmte persönliche Präferenzen und tiefenpsychologische Beweggründe zurückgeführt werden können (
Lassen sich präkognitive Fähigkeiten trainieren?,
Ein Langzeit-Experiment über präkognitive Träume,
Die Träume des Ingenieurs Kooy)
Dr. Elmar R. Gruber