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Ryszard Kapuscinski
Schah-in-schah
Eine Reportage über die Mechanismen der Macht, der Revolution und des Fundamentalismus


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Iran, 1979: Der Schah ist aus seinem Land geflohen, die islamische Revolution hat die Macht übernommen. Als einziger Gast in einem Teheraner Hotel versucht der Reporter Ryszard Kapuscinski eine Bilanz der sich überstürzenden Ereignisse zu ziehen. Was hatte Chomeini besseres zu bieten als der Schah?

Warum sollte uns heute ein Buch über die Zeit des »Schahs von Persien« interessieren, den das iranische Volk aus dem Land jagte, um sich den »Mullahs« zu beugen? Weil allzu leicht vergessen wird, welches Regime den Mullahs voranging. Ryszard Kapuscinski, einer der großen Reporter der Gegenwart, beschreibt es genau, ein Terror-Regime, das keine Luft zum Atmen ließ. Die Revolution war die zwangsläufige Folge. So ist sein Buch eine Reportage über die Mechanismen der Macht, der Revolution und des Fundamentalismus.

Was war geschehen und wie konnte es dazu kommen? Es ist die alte Reporterfrage, die Kapuscinski sich stellt. Im Gegensatz zu vielen anderen Reportern jedoch ist er nicht an einer fixen, gängigen Antwort interessiert. Seine Vorgehensweise vergleicht er selbst mit der Arbeit eines Kameramannes:
»Die Kameramänner bedienen sich zu oft der Totalen. Auf diese Weise vernachlässigen sie die Details. Dabei läßt sich durch Details alles ausdrücken. Im Tropfen ist die ganze Welt enthalten.«

Kapuscinskis Beobachtungen liefern Nahaufnahmen eines von Angst und Haß geprägten Volkes, das sich durch die Revolte befreit: ein politisches Lehrstück und zugleich ein Beweis für die große Kunst der Reportage.

»Der wichtigste Moment, der über das Schicksal des Landes, des Herrschers und der Revolution entscheidet, ist jener, da der vom Kommissar beauftragte Polizist sich dem Mann am Rande der Menschenansammlung nähert und ihm mit erhobener Stimme befiehlt, auf der Stelle nach Hause zu gehen.... Der Polizist hebt die Stimme, der Mann läuft davon, und ihm hintendrein die übrigen; im Nu ist der Platz leergefegt. Diesmal kommt es anders. Der Polizist hebt die Stimme, aber der Mann rennt nicht weg. Er bleibt stehen und schaut den Polizisten an. Sein Blick ist wachsam und enthält noch einen Rest Angst, aber gleichzeitig ist er hart und unverschämt. Ja, das ist es... Wir wissen nicht, ob der Polizist und der Mann aus der Menge begriffen haben, was vorgefallen ist. Daß der Mann aus der Menge seine Angst überwunden hat und daß damit die Revolution begann.«

Der Autor
Ryszard Kapuscinski wurde am 4. März 1932 in Pinsk geboren, das damals noch polnisch war und heute zu Weißrußland gehört. 1945 kam seine Familie nach Warschau. Er studierte Geschichte an der Universität in Warschau. Von 1956 bis 1981 arbeitete er als Auslandskorrespondent für die polnische Presse, vornehmlich in Asien, Lateinamerika und Afrika, wo er Dutzende von Aufständen, Bürgerkriegen und Revolutionen miterlebte. Ryszard Kapuscinski zählt zu den bedeutendsten Journalisten der Gegenwart. Seine Aufzeichnungen aus Gebieten des Umsturzes weisen eine literarische Dimension auf, die sie nicht veralten läßt. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seit 1981 lebt Kapuscinski als Journalist und Schriftsteller in Warschau.
Im Eichborn Verlag erschienen folgende Bücher Kapuscínskis:
Der Fußballkrieg. Berichte aus der Dritten Welt (1990, Neuauflage im September 2000)
Lapidarium (1993)
Imperium. Sowjetische Streifzüge (1993)
Wieder ein Tag Leben (1994)
König der Könige. Eine Parabel der Macht (1995)
Schah-in-schah (1997)
Afrikanisches Fieber (September 1999)
Die Welt im Notizbuch (Juni 2000)
Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies (Oktober 2000)
Ryszard Kapuscínski wurde 1994 der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 1999 der Hanseatische Goethe-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung in Hamburg verliehen. Im Dezember 1999 wurde Ryszard Kapuscinski von der renommierten Fachzeitschrift "Press" zum Polnischen Journalisten des Jahrhunderts gewählt.
Im Mai 2003 wurde Ryszard Kapuscinski der Prinz-von-Asturien Preis in Spanien verliehen.

Pressestimmen


"Ein Kapuscinski ist tausend graue Journalistenphantastereien wert - eine atemberaubende Mixtur aus Reportage und Kunst."
(Salman Rushdie)

Eichborn Verlag, 2008, 212 S.
19,90 Euro
Hardcover
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