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Karina Ramirez
Stadthexen
13 Lektionen aus der Tradition der Weisen Frauen. Arbeitsbuch


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Stadthexen ist ein Arbeitsbuch und zeigt, wie Frauen in der Stadt die Nähe zur Natur bewahren und nutzen können.

Beginnend im Februar entfaltet sich der Jahreskreis in dreizehn Kapiteln mit seinen Themen:
Saat und Wachstum, Fülle und Sinnlichkeit, Reife und Ernte, Wandel, Tod und Wiedergeburt.

Mit zahlreichen Meditationen, übungen und Vorschlägen lassen sich Monat für Monat die Speichen des Jahresrades neu erschließen.

Die Autorin führt durch ein Mandala der Jahreszeiten, der kosmischen Rhythmen und ihrer Themen. Wir sind eingeladen, uns wieder einzuschwingen in den natürlichen Kreislauf des Lebens, unsere Selbstheilungskräfte zu wecken und uns wieder als einen Teil der Natur zu erfahren.

In dieser Zeit des Wandels ist es ratsam, sich mit den Elementen, deren Macht wir immer deutlicher zu spüren bekommen, zu verbünden. Das, mit dem wir vertraut sind, brauchen wir nicht zu fürchten.

Beginnend im Februar mit den erwachenden Lichtkräften, entfaltet sich der Jahreskreis in dreizehn Kapiteln mit seinen Themen: Saat und Wachstum, Fülle und Sinnlichkeit, Reife und Ernte, Wandel, Tod und Wiedergeburt.

Viele Meditationen, übungen und Vorschläge aus der Praxis erlauben es, Monat für Monat die Speichen des Jahresrades zu erschließen, allein oder mit guten Freunden.

Stadthexen schafft eine solide Basis für unsere Bewusstheit und Gesundheit in dieser Zeit des Umbruchs.

Inhalt:
  • Einführende Worte
  • Der Kreis
  • Die Rituale
  • Die Balance
  • Die Selbstheilung
  • Der Beltane
  • Die Verbündete
  • Der Zauber
  • Das Schnitterfest
  • Das Opfer
  • Die Hexenküche
  • Die Ahnen
  • Die Trance
  • Die Raunächte


Leseprobe:
Einführende Worte
Meine ersten vier Lebensjahre verbrachte ich am Rande einer Kleinstadt in der Rhön. Diese Zeit war erfüllt von endlosen Freuden auf dem Bauernhof meiner Verwandten, beim Spiel mit den Hoftieren und denen, die mir in der freien Natur begegneten, wie Eidechsen, Vögel und Eichhörnchen. Erinnerungsfetzen von Begegnungen mit Zwergen, Elfen und Kobolden blitzten später manchmal in meinem Leben auf.
Nach dem Umzug meiner Eltern in eine große Stadt in Nordhessen, war ich kreuzunglücklich. Wir lebten in einer Neubausiedlung, wo wir Kinder den neu angelegten Rasen nicht betreten durften. Also trieb ich mich vorzugsweise in verwilderten Gärten und im nahen Wald herum. In meiner Schulzeit schwänzte ich manchmal den Unterricht, um barfuß durch den Stadtpark zum See zu laufen, oder mit einem Kanu auf dem Fluss zu paddeln. Ich suchte Kontakt zu den Feen meiner Kinderzeit und war gleichzeitig überzeugt, dass es in der Stadt keine geben könne. Als Studentin trampte ich durch halb Europa, Großbritannien und Irland. Ich fand Spuren, Geschichten und magische Orte, wie Dartmoor und die Steinkreise, aber Avalon fand ich damals noch nicht.
Während meiner Ausbildung als Lehrerin für Fremdsprachen bekam ich schmerzhafte Anfälle von Sehnsucht nach der magischen Welt, die so unvereinbar mit dem "normalen Leben" zu sein schien.Es folgte eine Zeit der ungeliebten Arbeitsplätze und unerfüllten Beziehungen, bis ich eines Tages, völlig verzweifelt am Zustand dieser Welt, innerlich zusammenbrach. Ich hatte über ein Jahr lang bei einer Greenpeace Gruppe ehrenamtlich Infostände, Stadtaktionen und Sammlungen mit organisiert, und das tägliche Leid, die neusten Horrormeldungen, wurden mir zuviel: ich sah meine geliebte Natur sterben.
Nachdem ich ausgiebig über die Möglichkeit eines schmerzfreien Freitods nachgedacht hatte, fiel mir plötzlich ein Buch von Castaneda ein, den ich ein paar Jahre zuvor gelesen hatte. "Die Lehren des Don Juan" - Die Geschichte der Begegnung des Autors mit einem toltekischen Indio - Zauberer, einem Meister des Bewusstseins. Wenn es solche Menschen auf der Welt wirklich gab, dann hatte ich eine Chance, dachte ich. Wenn ich zaubern lernen könnte ...
Mein Entschluss reifte, und bei meinem nächsten Besuch im Wald, es war zufällig eine Walpurgisnacht, kletterte ich auf einen kleinen Hügel und begann in die Nacht zu rufen: "Ihr Kräfte, wenn es Euch gibt, dann kommt her! Ich will lernen, die Natur zu heilen, kommt, nehmt mich als Werkzeug" In meiner Unwissenheit wusste ich natürlich nicht, wen ich da alles rief.
Bald darauf traf ich meinen ersten Lehrer der Magie, einen afrikanischen Fetischpriester und Zauberer, auf einem spirituellen Kongress bei den Externsteinen. Ich war wie elektrisiert über die schnelle Antwort auf mein Rufen! Unverzüglich wurde aus mir eine leidenschaftliche Schülerin des Schamanismus, und ich erfuhr eine erste Initiation in meine Kraft auf einer mehrmonatigen Reise durch die Sahara bis nach Oshogbo, dem magischen Herz Nigerias in Westafrika. Doch das ist eine andere Geschichte. Nur soviel dazu: Ich lernte, dass Zaubern zwei Seiten hat, und bekam die Gelegenheit, den Geist der Macht zu spüren und mich bewusst für die Art von Magie zu entscheiden, die von Liebe getragen ist. Von der Liebe zu den Tieren, den Bäumen, zur ganzen Natur und zu den Menschen, auch wenn das oft am schwersten fällt.
Vor wirklichem Schaden bewahrten mich meine kindliche Offenheit und die Abwesenheit von Machtgelüsten. Die Lehren der alten Märchen waren der Zauberfaden, der mich durch das Labyrinth der Gefahren leitete. Ich habe sie Hunderte Male gehört als Kind. Ihre Botschaft war für mich immer Hinweis und Schulung im rechten Verhalten bei seltsamen Tagträumen, Alpträumen oder anderen Dimensionen der nicht alltäglichen Realität. Sie haben meine Ethik geprägt. Wenn die Brote und Apfelbäume rufen, werde ich selbstverständlich ihre Bitten erfüllen. Nicht, weil ich mich bei Frau Holle einschmeicheln will, sondern weil ich mich in die Wesen einfühlen kann. Ebenso rettete ich Libellen, Frösche, Vögel und Igel, die in Bedrängnis waren. Wenn es schaurig wird, weil eine seltsame Phantasie mir Bilder eingibt, die mich in Panik versetzen könnten - wenn die Teufel tanzen - wie in dem Märchen "Von Einem, der auszog das Fürchten zu lernen", dann erinnere ich mich daran, dass bald die Sonne aufgehen und der ganze Spuk verschwunden sein würde. Das heißt, ich kann sie tanzen lassen, weil ich weiß, dass es eine vorübergehende Erscheinung ist. Die alten Geschichten, die ja für viele "blutrünstig" und pädagogisch nicht vertretbar sind, lehren den Umgang mit Geistern und anderen nicht alltäglichen Wesen. Und sie tragen die Botschaft, dass der, der reinen Herzens ist und nicht ausschließlich egoistische Ziele verfolgt, von den guten Geistern nicht verlassen wird.
Trotz Malaria und Ruhr war ich in "good spirits", als ich zurück nach Hause kam. Allerdings hatte ich nach diesem Abenteuer von den männlichen Zauberern genug. Ich wollte lieber von und mit Frauen lernen, die ihren Weg des Herzens gehen, und Eigenmacht statt Macht verfolgen. Und das Universum ließ mich ihren Weg kreuzen. Bis heute sind mir viele weise, aufregende und wilde Frauen begegnet, die ihre Schätze mit mir teilten und immer noch teilen. Gerade jetzt, wo ich die letzten Zeilen schreibe, treffe ich eine über achtzigjährige Weise Frau aus England, bei einem Tanz-Performance Event zur Mittsommernacht. Sie kennt die Künstlerin Carolyn Hillyer persönlich, deren Musik uns zu diesem modernen Mysterienspiel inspiriert hatte. Auf dem Göttinnen-Festival in Glastonbury wird sie ihr wieder begegnen. Sie freut sich darauf, über den Zauber zu berichten, der aus Carolyns Kreativität und Magie entstanden ist. Immer wieder schließen sich Kreise.
Ich begreife heute, was es damals war, das mich in solche Verzweiflung gestürzt hatte: Unser Planet Erde liegt nach fünftausend Jahren patriarchaler Herrschaft durch einen verstandesbetonten und profitorientierten Wachstumsdrang unter einem Bann von Angst und Gewalt. Die Natur und die Lebewesen sind krank, die Frau hat die Verbindung zu ihrem weiblichen Wesen und zur Natur weitestgehend verloren. Aber die Erinnerung an das weibliche Urwissen, ein sinnliches und intuitives Begreifen der Welt, die Erinnerung an eine Zeit, wo Frauen als Priesterinnen und Heilerinnen die Angelegenheiten ihrer Familien und ihres Volkes führten, taucht langsam wieder auf.
Die Magie der weisen Frauen kann in diesem Sinn auch nicht erlernt, sondern nur geweckt und erinnert werden. Im Wesentlichen bestand die Kunst unserer Ahninnen darin, Kommunikation mit allen Wesen herzustellen, und Schönheit, Heilung und Schutz für sich und ihre Mitmenschen in die Welt zu bringen. Wenn Frauen sich wieder spüren, ihre Selbstheilungskräfte aktivieren, ihren Weg im Einklang mit den natürlichen Kreisläufen wählen, können sie sich mit anderen verbinden und sich der Schwesternschaft wieder erinnern.
Ich war auf meinem Weg durch die "äußere Natur" meiner eigenen inneren Natur wieder nahe gekommen. Und in dieser Nähe mit mir selbst richte ich mir mein Stadtleben so ein, dass es mich nährt und mir die Kraft gibt, in dieser Welt zu tanzen, ebenso wie in anderen Realitäten. Ich schütze mich möglichst vor Elektrosmog und Strahlung, filtere und energetisiere mein Trinkwasser und erhole mich, manchmal nur für eine halbe Stunde, in meinem Dachgarten.
Ich will nicht behaupten, dass es schnell ging mit der Umsetzung im Alltag. Ich sage auch nicht, dass bei mir immer alles klappt. Im Gegenteil habe ich, wie die meisten von uns, vor allem durch die Dinge gelernt, die schief gingen. Deshalb möchte ich einen roten Faden auslegen, als Angebot für die Schwestern und alle Suchenden, meine Erfahrungen zu teilen, um den Weg, den jede selbstverantwortlich gehen muss, zu begleiten.
Ich arbeite und spiele heute mit Frauen, die ihre urmütterlich ererbten Kräfte wieder entdecken möchten, die Sehnsucht haben nach der Wiederverbindung mit der ganzen Natur, und die Zyklen des Lebens als Unterstützung und Wachstum erfahren wollen, um mit sich selbst und dieser Welt zu einer Balance der Energien zu finden. Die Kapitel dieses Buches folgen dem traditionellen Zyklus von dreizehn Mond-Monaten - "einem Jahr und einem Tag", und eröffnen das Rad des Jahres mit dem Erwachen der Lichtkräfte im Frühjahr. Wenn ich im weiteren Verlauf von der Alten Tradition spreche, meine ich nicht nur die naturreligiöse Weltsicht unserer Vorfahren im westeuropäischen Raum, sondern die aller ursprünglichen Völker, die im Einklang mit der Natur lebten und teilweise heute noch oder schon wieder leben. Denn es ist die Tradition der Erde.

Die Autorin
Karina Ramirez, Jahrgang 1954, stammt aus der mystischen Rhön und erfuhr schon als Kind, besonders durch den Vater und Großvater, die Hochmoore, Hügel, Wälder und Wiesen dieser Landschaft als tief vertraut und beglückend. Der Umzug und das weitere Leben in einer großen Stadt in Nordhessen unterbrachen die Verbundenheit mit der Natur nur wenige Jahre.
Anfang der siebziger Jahre kam sie in England mit den Wurzeln der keltischen Tradition in Berührung und folgt seitdem ihrem spirituellen Weg. Er führte sie Mitte der Achtziger nach Afrika.
als Schülerin eines Yoruba Schamanen und Fetischpriesters. Zurückgekehrt begegnete sie einer Weisen Frau, ganz in der Nähe ihres Wohnortes, bei der sie einige Lehrjahre verbrachte. Zwischendurch reiste sie durch halb Europa, in die Wüste und in den Himalaya und lernte von Menschen, Tieren und der Natur. 1986 eröffnete sie ihren Erlebnisbuchladen AVALON in Kassel, wo sie seitdem lebt und arbeitet.
Seit vier Jahren gibt sie ihre Erfahrung in Jahresgruppen und Workshops weiter und leitet Rituale der Erde.

Smaragd-Verlag, 2003, 124 S.
12,80 Euro
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